LagenCup Rot 2021

Top-Ten Lemberger

Weingut Beurer

Foto: Weingut Beurer

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Top-Ten Lemberger - 95 Punkte
2017| Stettener Mönchberg Schalksberg | GG | Lemberger

Text: Axel Biesler
Es ist im Kontext einer Weinberglage immer gern vom Gestein die Rede, das den jeweiligen Wein prägt. Dass gesunder Boden für guten Wein überlebenswichtig ist, steht außer Frage. Doch inwiefern der Boden auch einen bestimmten Geschmack an den Wein abgibt, ist eine Diskussion, die stets gerne geführt wird, aber bis heute zu keinem Ende gekommen ist. Vielleicht liegt in der Unendlichkeit die Delikatesse einer jeden Diskussion. Eine Frage, die nicht zweifellos beantwortet werden kann, macht sich immer dann gut, wenn Menschen an ihr zugange sind, die von der Materie eigentlich keine Ahnung haben. Die wenigsten Sommeliers sind Geologen, wie es unter den meinungsstärksten Fußballfachleuten auch kaum aktive Kicker gibt. Machen wir uns also nichts vor: Bis auf Weiteres bleibt der Geschmack des Bodens im Wein ein unbekanntes Phänomen. Dass es jedoch einen gesunden Boden gibt, auf dem alles wächst – auch Wein – ist eine unbestrittene Tatsache. Wir müssen nicht darüber streiten, dass der Verzicht auf Pestizide der Natur zugutekommt. Wir müssen uns aber überlegen, warum wir diese Mittel immer noch einsetzen – und wofür? Wenn sich Winzer dafür entscheiden, auf Chemie in ihren Weinbergen zu verzichten, entscheiden sie sich auch immer für das Leben. Und das ist eben kaum planbar, birgt freudige wie traurige Überraschungen. Umstände im Übrigen, die auch einen großen Wein ausmachen. Ist er im allerköstlichsten Fall doch Zeugnis einer Zeit, wie ihn die Natur gezeichnet hat.  Womöglich auch deshalb hat sich Jochen Beurer dazu entschlossen, seine Weinberge biodynamisch zu kultivieren. Die Früchte, die er mittlerweile von seinen Reben liest, lässt er in seinem Keller zu Weinen heranreifen, die sich zu den besten des Landes zählen lassen. Beurer fuhr in seinen früheren Jahren mit seinem BMX-Rad durch die wilde Natur und ergatterte später in dieser Disziplin den Titel des Europameisters. Bei seinen unvermeidlichen Stürzen wird er den Grund, den er rasant unter die Räder genommen hat, auf vielfältige Weise geschmeckt haben. »Bestens strukturiert, offen und anregend« notierte ein Verkoster zu Beurers Lemberger aus dem Mönchberg. Lebenserfahrung in Steno notiert. 

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Foto: Weingut Beurer

Rückblick auf den LagenCup Rot 2021

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